
Drei Flüsse-Tour mit dem ADFC Celle im August 2026 in Hannoversch Münden
Weser – Werra – Fulda – Drei Flüsse – Drei Touren
ADFC-Mitglieder aus Celle auf einer Radreise - die "Drei Flüsse-Tour" bei Hannoversch-Münden
Ausgangspunkt der Touren in der Woche vom 17.08 – 21.08.2026 war das TWH Hotel in Hann. Münden, das direkt am Weserradweg liegt. Da alle vierzehn Teilnehmenden bereits am Montagmittag angereist waren, wurde spontan beschlossen, eine kleine Tour in die Altstadt von Hann. Münden zu machen. Erster Anlaufpunktnatürlich der Weserstein. Bekanntlich befindet sich: “Wo Werra und Fulda sich küssen - sie ihren Namen büßen und aus diesem Kuss entsteht der Weserfluss” - die „Drei- Flüsse – Stadt“ Hannoversch Münden. Nach einer Sightseeingtour durch die schöne Altstadt und einer ausgiebigen Kaffeepause ging es zurück ins Hotel. Nach einem gemeinschaftlichen Abendessen und letzte Absprachen für die anstehenden Touren in den nächsten drei Tagen klang der Tag in gemütlicher Runde aus.
Der Start am Diensttagmorgen zur Wesertour musste von 10.00 Uhr auf 11.00 Uhr verschoben werden, da es stark regnete. Nachdem der Regen ein wenig nachgelassen hatte, fuhren wir linksseitig, stromabwärts an der Weser entlang. Plan war es bis zur Ortschaft Gieselwerder zu fahren, dort die Weser zu queren und von dort aus wieder retour Richtung Hann. Münden zu fahren. Die Wälder zeigten schon erstes Herbstlaub und es regnete leicht - unsere Stimmung war trotzdem gut und erwartungsfreudig. Beim Klostergut Hilwartshausen kam es zu einem unbeabsichtigten Halt - da unser Tourguide kurz von seiner geplanten Tour abgekommen ist - was sich aber im Nachhinein als Glücksfall für die Teilnehmenden herausstellte. Das Wendemanöver auf dem Gutshof blieb nicht unbemerkt - der Bruder des Klostergutpächters sprach uns an und lud uns zu einer kleinen Besichtigungstour ein. Er zeigte uns die kleine Klosterkirche mit einer sehr alten Orgel, die bei feierlichen Anlässen heute noch bespielt wird. Danach zeigte er uns im Klostergarten eine ca. 4 Meter hohe Steinspirale – begehbar bis oben hin. Vom höchsten Punkt der Spirale hatte man einen herrlichen Blick über die Weser auf die gegenüberliegende Uferlandschaft. Unsere Frage, welchen Zweck diese Steinspirale eigentlich diene und warum sie überhaupt angelegt wurde konnte nicht beantwortet werden.
Aufgrund des immer stärker werdenden Regens war unsere Weiterfahrt nur von kurzer Dauer. Im Hotel zum „Lindenwirt “direkt am Weserradweg gelegen, überbrückten wir die Zeit bis der Regen etwas nachließ mit dem Verzehr von Apfelstrudel und Kaffee. Endlich in Gieselwerder angekommen gab es einen kurzen Foto-Stopp am historischen Rathaus im Burghof der ehemaligen Wasserburg aus dem Jahre 1240. Nach der Querung der Weser ging es wieder Richtung Hann. Münden. Ein weiterer Stopp auf der Rücktour war das Kloster Bursfelde mit einer kurzen Besichtigung. Völlig durchnässt und leicht fröstelnd aber noch immer gut gelaunt waren alle froh wieder im Hotel zu sein. Zur Wegebeschaffenheit der Tour lässt sich sagen - linksseitig - stromabwärts gut ausgebauter Radweg aber doch überwiegend entlang der Bundesstraße. Dafür entschädigte die Rücktour rechtsseitig mit einem super Radweg durch Wälder und Wiesen.
Am Mittwochmorgen - das Wetter war uns hold - starteten wir pünktlich um 10.00 Uhr zur Werratour. Zunächst ging es wie jeden Morgen durch die nervige Baustelle mit täglich wechselnder Verkehrsführung an der Weserbrücke. Nachdem wir das Nadelöhr hinter uns gelassen hatten, ging es gemütlich rechtsseitig stromaufwärts durch Wiesen und Felder sowie kleinen Ortschaften in Richtung Witzenhausen. Da es an der Werra mehrere Staustufen gibt durfte natürlich ein Foto-Stopp an der Staustufe „Letzter Heller" nicht fehlen. Der nächste Stopp waren die beeindruckenden Werratalbrücken diese überspannen das Tal in einer Höhe von 59 Metern über Grund und sind somit die höchsten Brücken in Niedersachsen. Nach kurzer Weiterfahrt und Wechsel der Flussseite ging es in die Ortschaft Hedemünden. Eigentlich war hier nur die Besichtigung der Dorfkirche geplant - doch der Duft von frischen Backwaren einer kleinen Dorfbäckerei durchkreuzte den Plan. Also „stürmten“ 14 ADFC ler den kleinen Laden und deckten sich mit allerlei regionalen Leckereien ein. Ein Platz zum Verzehr war schnell gefunden - ein wunderschöner Picknikplatz direkt im Ortskern. Nach dieser außerplanmäßigen Stärkung rauf auf die Räder und wieder auf die andere Flussseite gewechselt - nach kurzer Fahrt ein Schild am Radweg mit der Aufschrift „Herzlich willkommen in Hessen“ kein Problem alle hatten ein gültiges „Visum“. In Witzenhausen angekommen ging es zunächst in die Altstadt mit ihren wunderschön restaurierten Fachwerkhäusern. Die Kleinstadt ist auch überregional als bedeutendes Anbaugebiet für Kirschen bekannt. Das Gebiet um Witzenhausen gilt als das größte geschlossene Kirschenanbaugebiet in Europa. Mit schönen Eindrücken einer hessischen Kleinstadt ging es auf fast identischer Route wieder retour nach Hann. Münden. Zur Wegebeschaffenheit bei dieser Tour kann man sagen, absolut empfehlenswert.
Am Donnerstagmorgen zum Start der Fuldatour herrschte geniales Radelwetter - wir fuhren rechtsseitig – stromaufwärts Richtung Kassel - durch beeindruckende Landschaften - kleinen Ortschaften - immer direkt am Fluss entlang - das Wasser zum Greifen nah. An der Uferpromenade in Wilhelmshausen war die Eisdiele noch geschlossen also nur eine kurze Trink- und Fotopause. Nächstes Ziel war, das Hotel „Roter Kater & Graue Katze“, welches unmittelbar am Fuldaradweg liegt. Hier ist die Fulda so breit, dass sie fast einem See ähnelt. Nach überproportional großen Tortenstücken und einem guten Kaffee ging es durch die Fuldaauen weiter nach Kassel zur Orangerie in der Karlsaue. Die Orangerie ist ein ehemaliges Pflanzenhaus. Die barocke Einflügelanlage wurde ca. 1701 erbaut -zum Ensemble gehören auch der östliche Küchenpavillon und das westliche Marmorbad. Nach einem ausgiebigen Rundgang durch die barocken Gärten ging es wieder auf die Räder – noch eine Runde um den Buga See und dann wieder zurück nach Hann. Münden. Die Wegebeschaffenheit bei dieser Tour verdient auf jeden Fall das Prädikat besonders gut.
Nach einem gemeinsamen Frühstück am Freitagmorgen und einem kurzen Resümee bei dem sich alle einig waren, das dies eine Woche mit vielen neuen Eindrücken und schönen Radtouren war und es auf jeden Fall wert ist, wiederholt zu werden.
Ein besonderer Dank geht an Gaby Koch und Harald Burmeister in der Funktion als „Besenwagen“, Irene Hohlweg für die Organisation und Buchung der Abendessen im Weserblick in Gimte und im Brauhaus Hann. Münden, Helmut Marwede für die Einrichtung der WhatsApp Gruppe sowie an Gerd Koch als Tourguide.
von Anja Spöringer und Hans-Gerd Koch