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Radfernweg Berlin – Usedom

Weltstadt-Atem und Meeresbrise

Vom Zentrum der Metropole Berlin bis zum liebsten Strand der Hauptstädter auf Usedom führt der durchgängig ausgeschilderte Radfernweg. Mitten im Herzen der Metropole geht es los: Am Schlossplatz in Berlin! Gerade spürt man noch den Puls der Hauptstadt, radelt schnell an ein paar netten Kneipen im Szeneviertel Prenzlauer Berg vorbei und folgt dem Flüsschen Panke, schon erreicht der Radfahrer Bernau. Doch wem das Radeln durch die Großstadt nicht behagt, der gelangt auch innerhalb von 30 Minuten mit der S-Bahn S2 dorthin.

 

Hier lockt das Henkerhaus zu einer ersten, gruseligen Besichtigung und zu einer weiteren Rast das nette Örtchen Biesenthal mit seiner Rundbank, der die meisten Radfahrer nicht widerstehen können. Kühle, dichte Wälder, Vogelgesänge. Und wir landen an einem Kiosk neben einer Radwegekreuzung. Hier gibt es Alsterwasser mit Fassbrause und nette Gespräche gratis dazu. Man hat Zeit und unterhält sich darüber, was der tolle neue Radfernweg der Region bringt. „Einiges!", lautet das einhellige Fazit. Das finden wir auch, denn schließlich ist er überwiegend glatt asphaltiert.

14_Radler vor Bundestag
 

Durch die weiten dunkelgrünen Wälder des Naturparks Barnim geht es zum Werbellinsee. Fast wähnt man sich im Urwald: dichtes Laub, Vogelgezwitscher, ein Fisch springt im Wasser. Geschwind das Rad an einen der ausladenden Bäume gelehnt, denn das klare Nass verführt zu einem erfrischenden Bad. Schon Theodor Fontane ließ sich von der Schönheit des Sees inspirieren und auch Kaiser Wilhelm II. verweilte gerne auf dem Jagdschloss Hubertusstock, auf dessen Gelände sich heute ein Hotel befindet. Hierher reiste er ganz bequem vom eigens errichteten Kaiserbahnhof in Joachimsthal aus, der ebenfalls an der Route liegt.

Einen beeindruckenden Überblick über die Schorfheide und ihre Seen verschafft die sehenswerte BIORAMA-Aussichtsplattform. Wasser, Wälder und Dörfer sind ständige Begleiter des Radfernwegs Berlin - Usedom. An dem naturnahen, gut ausgebauten Radweg liegt in Glambeck der kuriose Taubenturm und die erste Fahrradkirche Deutschlands. „Wie kommt's?" fragen wir im angeschlossenen Radlerpoint gleich nebenan. „Nun, Autobahnkirchen gibt es doch schließlich auch!" ist die Antwort. Hier gibt es Snacks, Infos, Karten und GPS-Geräte zum Ausleihen, denn der Weg lässt sich auch ganz einfach anhand der GPS-Tracks abfahren. Kurzum: Alles, was das Radlerherz begehrt.

Sonnenuntergang in Mecklenburg-Vorpommern
 

Spätestens in Prenzlau am Unteruckersee mit seiner mächtigen Marienkirche ist das Backsteinland erreicht: Zahlreiche beeindruckende Bauwerke entlang des Wegs sind aus Ziegeln gebaut. Über Land leuchten die Kornfelder, frischgrüne Wiesen und der knallrote Klatschmohn. „Toskana des Nordens" wird die Uckermark auch genannt. Klöster, Kirchen und imposante Türme leuchten rot in der Landschaft. So auch im liebevoll restaurierten Ueckermünde. Ein Angler wartet auf seinem Klappstuhl geduldig auf einen Biss, Yachten und Ausflugsschiffe fahren ein oder aus. Die Ostsee ist schon zu riechen! Und nun wird's auch wirklich maritim: In Mönkebude treffen wir zum ersten Mal auf den breiten, weißen Ostseestrand, auf sanfte Dünen, Strandkörbe und Möwen, auf „Seemänner", die am Nachbartisch ihren Törn durch das Stettiner Haff diskutieren. Hier am kleinen Haffhafen schmeckt der Kaffee noch mal so gut. Dahinter radelt man durch überflutete Haffwiesen nach Anklam und durchs Peenestromtal bis nach Usedom.

Die Radroute zeigt auf der längsten Strandpromenade Europas die Eleganz der drei Kaiserbäder Usedoms mit ihren prächtigen Villen. In Peenemünde endet der Radfernweg vor den weißen Ostseedünen und die kühlenden Wellen massieren sanft die Radlerwaden. Das Fahrrad lehnt am Strandkorb und hat Pause.
„Man hat Ruhe und frische Luft. Und diese beiden Dinge wirken Wunder." (Theodor Fontane)

 

 

© Judith Weibrecht
Text und Fotos Nr. 1 und 3 unterliegen dem Urheberrecht. Jegliche Verwendung des Textes, auch auszugsweise, oder die Speicherung in Datenbanken erfordert die vorherige schriftliche Erlaubnis der Autorin: www.judith-weibrecht.homepage.t-online.de

2/2009

 


 

Routenlogo

Logo Radweg Berlin-Usedom

Routenplanung

  • Radfernweg Berlin-Usedom, Radtourenbuch und Karte 1:75.000, bikeline-Radtourenbuch, Verlag Esterbauer
  • Sabine Kostka, Detlef Kaden, Unterwegs auf dem Berlin-Usedom Radfernweg. Ein Reiseführer. Inkl. CD-ROM mit GPS-Tracks und MP3-Audio-Tourenbegleiter. Hg.: IS.RADWEG. Informationsservice Detlef Kaden
  • Detlef Kaden, Unterwegs auf dem Berlin-Usedom Radfernweg mittels GPS-Navigation. Inkl. CD. Hg.: IS.RADWEG Informationsservice Detlef Kaden

Bahnhöfe (Auswahl)

Berlin, Bernau bei Berlin, Angermünde, Prenzlau, Pasewalk, Anklam, Ahlbeck, Zinnowitz, Peenemünde

© 2018 - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. (ADFC)

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Routeninformationen

350 Kilometer, Berlin – Peenemünde (Usedom)

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tourismus-wito@barnim.de

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Fischstraße 11
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