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Dienstfahrräder (Teil 2)

Lohnerhöhung durch Dienstrad

Das zeigen folgende Beispielrechnungen: Ein Angestellter mit einem Gehalt von 3.000 Euro brutto monatlich erhält 30 Euro mehr. Er hat Steuerklasse I, keine Kinder und ist kirchensteuerfrei. Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bleiben ihm netto 15,26 Euro. Stellt ihm sein Chef stattdessen ein Dienstfahrrad zum Listenpreis von 1.000 Euro zur Verfügung, zahlt der Angestellte auf den geldwerten Vorteil zwar 4,87 Euro Steuern und Abgaben, fährt aber ein Fahrrad für 1.000 Euro.

Bei einer Gehaltserhöhung hätte er die 15,26 Euro netto mehr als fünf Jahre lang für so ein Fahrrad zurücklegen müssen. Oder anders gerechnet: Die 4,87 Euro Abgaben monatlich auf die private Fahrradnutzung erreichen den Fahrradwert erst nach 17 Jahren. Wenn ein Arbeitnehmer mit einem Gehalt von 4.000 Euro brutto ein Dienstpedelec für 2.000 Euro erhält, fallen auf ein Prozent (20 Euro) monatlich 9,39 Euro Steuern und Abgaben an.

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Dieser Artikel erschien zuerst im ADFC-Magazin Radwelt, Ausgabe 2.2013. Sie können ihn hier herunterladen:

 Radwelt 2.2013 Diensträder

Hätte er sich für 50 Euro mehr Gehalt entschieden, dann müsste er die Nettoerhöhung von 26,33 Euro monatlich sechs Jahre lang für die Anschaffung eines Pedelecs zurücklegen. Bei einer monatlichen Belastung von 9,39 Euro kommt der Wert des Pedelecs erst nach knapp 18 Jahren zusammen.

Je nach Vereinbarung muss der Arbeitnehmer nicht einmal die Wartungskosten tragen. Auch Arbeitgeber gewinnen durch die Regelung: Sie benötigen weniger Pkw-Stellplätze, haben fittere und gesündere Mitarbeiter und sparen an der alternativen Gehaltserhöhung den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung.

Die Kosten für die Diensträder setzen Unternehmen zudem gewinnmindernd ab und erhalten die Umsatzsteuer aus der Anschaffung voll erstattet. Zudem ist es für die lokale Zeitung spannend, wenn Unternehmen Dienstfahrräder statt Dienstautos vergeben. Das ist selbstverständlich ohne Gewähr – wie alle Steuertipps im Beitrag.

Roland Huhn

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