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Goldene Regeln

Seite 2: Verkehrssicherheit für Radfahrer

Rücksicht und Vorsicht – eine Grundeinstellung

   auf abbiegende Autos achten
Auch wenn Radfahrer Vorfahrt vor
rechtsabbiegenden Autos haben,
sollten sie mit erhöhter Aufmerksam-
keit auf abbiegende Autos achten.
 

Vorsichtig fahren und Rücksicht nehmen sind für den ADFC Selbstverständlichkeiten im Straßenverkehr, schließlich möchte jeder Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer – sicher ans Ziel kommen. Vor allem gegenüber Kindern und Älteren muss man sich so verhalten, dass jede Gefährdung ausgeschlossen ist. „So steht es als Pflicht im Gesetz", sagt ADFC-Rechtsexperte Roland Huhn.

Wer Rücksicht nimmt, wird auch vorsichtig und rechnet damit, dass andere Verkehrsteilnehmer Fehler machen können - man selbst ist davor ja auch nicht gefeit. Ebenso wichtig ist, dass sich Radfahrer bewusst machen, dass sie verletzlich und gegenüber Motorisierten die schwächeren Verkehrsteilnehmer sind.

Daraus ergibt sich eine goldene Regel: Grundsätzlich sollten Radfahrer nach außen selbstbewusst, innerlich jedoch defensiv fahren. Das heißt, Radfahrer nehmen sich ihren Platz und ihr Recht im Straßenverkehr, jedoch nicht im blinden Vertrauen auf Paragrafen und Regeln.

Sie sollten innerlich immer darauf eingestellt sein, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer einen Fehler macht: Dass der Fußgänger da vorne vielleicht plötzlich auf den Radweg tritt, um die Bushaltestelle zu erreichen oder dass die wechselnden Geschwindigkeiten des Autofahrers dort drüben bedeuten können, dass er plötzlich rechts abbiegt, weil er die gesuchte Straße gefunden hat.

Klingt kompliziert. Doch wer den Verkehr beobachtet, kann seinen Blick für gefährliche Situationen schärfen. Radfahrer sollten abschätzen, welche Situationen auf sie zukommen können. Rücksichtnahme und Vorsicht sind das A und O im Straßenverkehr.

Eindeutig und berechenbar sein

     Handzeichen geben

Eindeutig verhalten: Wollen Radfahrer die Richtung wechseln, zeigen sie dies durch ein Handzeichen an und sichern sich durch einen Schulterblick ab.

Um Unfälle zu vermeiden, sollten sich Radfahrer im Straßenverkehr eindeutig und berechenbar verhalten: Wer beispielsweise plötzlich links ausschert, ohne den Richtungswechsel durch ein Handzeichen einzuläuten und durch den Schulterblick abzusichern, läuft Gefahr, von einem Fahrzeug erfasst zu werden.

Handzeichen schaffen Klarheit, auch das eindeutige Einordnen beim Abbiegen auf der Fahrbahn. So wird das Verhalten des Radfahrers für andere Verkehrsteilnehmer berechenbar.

Blickkontakt

Radfahrer sollten immer den Blickkontakt zu den anderen Verkehrsteilnehmern suchen. Wer sich stur auf sein Recht oder das Gehör verlässt, kommt eher in gefährliche Situationen als jemand, der noch einmal gründlich überprüft, dass kein Autofahrer seine Vorfahrt missachtet.

Hans Windisch hat den Blickkontakt gesucht, trotzdem wurde der heute 70-jährige Rentner aus Hamburg in einen Unfall verwickelt. „Ich bin auf dem Radweg gefahren, der neben dem Fußgängerweg verlief", berichtet Windisch. Auf gleicher Höhe fuhr auf der Straße ein Auto. Es blinkte rechts, und Hans Windisch bemerkte die Seitenstraße, in die das Auto wohl einbiegen wollte. Der Rentner reduzierte seine Geschwindigkeit, denn das Auto fuhr unverändert schnell. „Ich ahnte, dass die Autofahrerin einfach abbiegen würde", sagt er.

Und so kam es. Beim Abbiegen beugte sich die Fahrerin zwar noch einmal vor, fuhr aber weiter, bremste dann doch abrupt und blieb auf dem Radweg stehen. Hans Windisch machte eine Vollbremsung und fiel vom Fahrrad. Das Gesicht des Rentners blutete, die Brille ging zu Bruch. Hätte Hans Windisch den Blickkontakt nicht gesucht, wäre er wohl mit voller Geschwindigkeit in den Pkw gefahren.

Logo BMVBS Die Inhalte dieser Seiten beruhen auf der Vortragsreihe „Sicher Radfahren – Regeln und Tipps". Gefördert durch:

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