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Radreiseplanung

Campingurlaub

Tipps für den Campingurlaub mit dem Fahrrad (Foto: Ferret)

Wer auf der Radreise mit dem Zelt unterwegs ist, muss genau planen, was in die Radtaschen passen soll. Zelt, Isomatte und Schlafsack nehmen viel Platz ein. Die richtige Balance zwischen Gepäckgewicht und Camping-Komfort trägt maßgeblich zum Radreise-Vergnügen bei.

Das Zelt

Ein knapp zwei Kilogramm wiegendes Leichtgewichtszelt für zwei Personen freut jeden Radfahrer am Berganstieg. Abends bietet es dagegen kaum Platz zum Sitzen. Beim Zelt lautet die zentrale Frage also:

Wofür brauche ich es und mit wie viel Personen? Als Notunterkunft reicht ein kleines, sehr leichtes Zelt völlig aus. Verbringt man aber den gesamten Urlaub auf dem Rad und im Zelt, sollte es geräumig sein und eine angenehme Sitzhöhe bieten.

Die Form hängt maßgeblich vom Einsatzzweck ab. Ob Kuppel-, Geodät- oder Tunnelzelt – jede Form hat Vor- und Nachteile. Das Kuppelzelt, auch Iglu-Zelt genannt, steht von selbst, weil sich zwei Gestängebögen darin kreuzen. Es reichen wenige Heringe, um das Zelt zu befestigen, und es eignet sich auch für steinigen, harten Boden. Wer ein Kuppelzelt bei Regen aufbaut, muss sich allerdings sputen das nicht alles schnell nass wird.

Eine Spezialform des Kuppelzeltes ist das Geodät, das auf mehr als zwei Gestängebögen basiert. Diese Variante ist extrem windstabil, weil sich die Stangen an mindestens zwei Stellen kreuzen, und es bietet mehr Platz als ein Standard-Kuppelzelt. Mehr Stangen bedeuten aber auch mehr Gewicht.

Tunnelzelte bieten im Verhältnis zur Grundfläche den meisten Platz. Die zwei parallel laufenden Stangen machen das Zelt windtauglich, wenn es in Windrichtung aufgebaut wird. Dafür braucht es recht viele Heringe zum Abspannen.

Das eingehängte Innenzelt erlaubt selbst im strömenden Regen ein einfaches Aufbauen, da das Tunnelzelt wie ein Akkordeon auseinandergezogen wird. Konstruktionsbedingt bildet sich in einem Tunnelzelt mehr Kondenswasser als in einem Kuppelzelt.

Das Gewicht eines Zeltes hängt auch von Material, Stangenqualität und Ausstattung ab. Zusätzliche Belüfter, Apsiden oder ein zweiter Eingang erhöhen die Last. Dafür lässt sich eine vergrößerte Apsis bequem als Küche, Gepäckverwahrung oder sogar Fahrradgarage nutzen. Alugestänge sind leichter und bruchsicherer als Fiberglasgestänge. Wenn letztere brechen, beschädigen sie oft das Zelt gleich mit. Für Marken-Gestänge gibt es eher Ersatzteile.

Beim hochwertigen Zelten hat man die Wahl meist zwischen silikonisiertem Nylon und Polyurethan-beschichtetem Polyester. Nylon ist grundsätzlich reißfester, jedoch nicht so UV-beständig. Die Silikonisierung des Nylons erhöht seine UV-Beständigkeit und macht es noch reißfester.

Ein Nachteil von silikonisierten Zelten besteht darin, dass kein Nahtband aufgeklebt werden kann, so dass die Nähte (regelmäßig!) mit Nahtdichter nachbearbeitet werden müssen. Ansonsten sind sie sehr robust und leicht, aber leider auch in der Regel auch teurer. Es ist ratsam, beim Kauf vor allem die Herstellerangaben zur Wassersäule zu beachten.

Zubehör - damit beim Zelten alles klappt.

  • Eine Zeltunterlage gehört als Bodenschutz unter jedes Zelt.
  • Für verschiedene Böden gibt es verschiedene Heringe. Auch mit Kies oder Sand gefüllte Nylonbeutel oder zusätzliche Abspannleinen können helfen.
  • Reparaturhülse, Nahtdichter und Reparatur-Tape für Notreparaturen
  • Bei viel Platz: Sonnensegel (Tarp/Tentwing) vergrößern den Aufenthaltsraum oder dienen als Fahrradgarage.
  • Ein Zelthimmel ist ein praktisches Netz, das an der Decke befestigt wird und Ordnung in schnell zu erreichende Kleinteile bringt.

Tipp: Auf www.tatonka.com bekommt man viele Zelt-Tipps und ein Zelthandbuch zum Herunterladen

Schlafkomfort

Schlafsäcke gibt es in Mumien-, Rechteck- und Eiform. Die beste Wärmeleistung bieten Mumienschlafsäcke, in dem der Schlafende nur relativ wenig Luftraum um den Körper anwärmen muss. Die Rechteckform taugt vor allem als Sommerschlafsack, da seine Isolierung relativ gering ist. Ein eiförmiger Schlafsack ist im Hüft- bis Kniebereich weiter geschnitten als ein Mumienschlafsack.

Gefüllt sind Schlafsäcke mit Daunen oder mit Kunstfasern. Ein Daunenschlafsack ist im Verhältnis zur Wärmeleistung leichter als einer mit Kunstfasern und sollte ein Verhältnis von 90 Prozent Daunen zu 10 Prozent Federn haben.

Kunstfaserfüllungen sind meist günstiger und pflegeleichter, da sie nicht so schnell Feuchtigkeit aufnehmen. Es gibt viele Kunstfaserfüllungen, die sich vor allem in Gewicht, Bauschkraft und Langlebigkeit unterscheiden. Der Handel bietet Schlafsäcke für den Sommer, den Frühling, für Dreijahreszeiten und als Winterschlafsack an. Temperaturangaben bieten Orientierung, ein Selbstversuch gehört vor dem Kauf aber unbedingt dazu.

Ein Schlafsack erreicht seine Wärmeleistung nur mit einer Isomatte als Unterlage. Das Körpergewicht presst die Füllung an der Unterseite des Schlafsacks so zusammen, dass sie nicht mehr so gut isoliert. Bedien- und Schlafkomfort bieten selbstaufblasende Isomatten, die es in verschiedenen Maßen gibt. Die Dicke bestimmt die Isolierwirkung.

Kochprofis

Ein Klassiker unter den Kochern ist der Spiritus-Sturmkocher von Trangia. Er überzeugt mit seinem Babuschka-Prinzip: Windschutz, zwei Töpfe, Spiritusbrenner, Griffzange und Pfanne passen perfekt ineinander, und werden nur von einem Spanngurt zusammengehalten. Mittlerweile gibt es ihn auch mit Gaskocher.

Gaskartuschenkocher sind bedienerfreundlich und überzeugen durch einen hohen Brennwert und wenig Geruchsbildung. Nachteil: Ob Stech- oder Schraubkartuschen oder als Bajonette-System – nicht in jedem Land gibt es die passenden Kartuschen. Adapter können Abhilfe schaffen. Benzinkocher eignen sich besonders für Reisen ins nicht-europäische Ausland, weil sie zur Not an einer normalen Tankstelle befüllt werden können.


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