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Route der Industriekultur per Rad

Industriekultur erfahren

Im einstmals als grau betitelten Ruhrgebiet gibt es monumentale Industriedenkmäler, die heute anderen Zwecken dienen und für Überraschungen bereit stehen, gesäumt vom grünen Band um Ruhr, Lippe, Rhein und Emscher. Über 700 Kilometer Radrouten führen an den Flüssen entlang und kreuz und quer durchs Revier.

Vorbei geht es an Hüttenwerken und Hochöfen, Koks und Kohle, Zechen und Zollverein, den so genannten Ankerpunkten und eigentlichen Sehenswürdigkeiten der Metropole Ruhr. So zum Beispiel der Innenhafen Duisburg mit seinem maritimen Flair und jeder Menge Kneipen. Einst war er das Zentrum des deutschen Getreidehandels, heute symbolisiert er la dolce vita.

Im Kulturhauptstadt-Jahr RUHR.2010 wird am 18. Juli die Autobahn A 40 zwischen dem Duisburger Innenhafen und Dortmund-Hörde zur Festmeile: Unter dem Titel „Stilleben A 40" soll auf der einen Spur die mit 60 km längste Picknick-Tafel der Welt aufgebaut werden. Auf der anderen darf alles, was Räder, aber keinen Motor hat, fahren.

Ein weiterer Ankerpunkt auf dem nun auf einer ehemaligen Güterbahnstrecke verlaufenden Radweg der Industriekultur ist der Gasometer in Oberhausen. Ein wahrlich gewaltiger Zeitzeuge der Industriekultur. 44 Stockwerke und 117 Meter ist er hoch, und war bei seinem Bau der größte Gasometer der Welt. Heute beherbergt er die größte Ausstellungshalle Europas. In der Höhe scheint die schwere kolossale Kuppel zu schweben. Von hier oben lässt sich die Tour bestens planen.

Unser Tipp: Über eine Querverbindung Richtung Essen. Denn Essen ist „in" und Kulturhauptstadt Europas 2010. Der erfolgreiche Strukturwandel des Ruhrgebiets wird unter anderem im neuen Besucherzentrum der Route der Industriekultur auf der Zeche Zollverein XII Essen sichtbar. Schacht 12, auch „Eiffelturm des Ruhrgebiets" genannt, ist ein Wahrzeichen der Region und gehört zum „Weltkulturerbe".

 

Der Staub harter Grubenarbeit wird hier buchstäblich vom Winde der Veränderung weggeblasen: Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gibt es beispielsweise in der benachbarten Kokerei Zollverein und im Design Zentrum NRW, untergebracht im einstigen Kesselhaus. Dass man von hier nur ein kurzes Stück Richtung Norden radeln muss, um wilde Natur zu erleben, überrascht vielleicht den radelnden Touristen. Die heimische Bevölkerung hat die begrünte Halde Schurenbach längst als Naherholungsgebiet entdeckt.

Oben auf der schwarz belassenen Kuppe steht Richard Serras riesenhafte Skulptur „Bramme für das Ruhrgebiet". Wem's Spaß macht, der kann hier zum Haldenbiking starten. So abwechslungsreich sich die Tour präsentiert, so vielfältig ist auch das kulinarische Angebot in der Ruhrregion: Edle Gastronomietempel, urige Kneipen, eine Trinkhalle oder auch eine Currywurstbude finden sich allenthalben.

Radeln, wo einstmals Pferde trabten

Weiter gelangt man beispielsweise auf dem RuhrtalRadweg, ganz aktuell mit vier Sternen zur ADFC-Qualitätsradroute ausgezeichnet und nicht nur dort kann man wirklich behaupten: Es grünt so grün im Ruhrgebiet! Ab Hattingen etwa geht's den geteerten Leinepfad direkt am Fluss entlang, auf dem die Pferde früher die Ruhrkähne vorwärts zogen.

Industriekulturelle Landschaften und urbane Regionen wechseln einander ständig ab, ein Höhepunkt jagt den nächsten im größten Ballungsraum Europas. Tief im Westen gibt es eines der letzten Abenteuer für Entdecker auf dem Rad. Glückauf!


Die Route der Industriekultur per Rad umfasst über 700 Kilometer Radwege. Die Hauptrouten Emscher Park Radweg und Rundkurs Ruhrgebiet sind durch Nord-Süd-Routen verbunden. Der RuhrtalRadweg verläuft im Ruhrtal bis Fröndenberg identisch mit dem Rundkurs Ruhrgebiet und verbindet die Metropole Ruhr mit dem Hochsauerland.

© Judith Weibrecht
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Routenlogo

Logo Route der Industriekultur

Routenplanung

Radwanderführer:
„Route der Industriekultur per Rad", Regionalverband Ruhr
„RuhrtalRadweg", Bruckmann Verlag

Mieträder an Revierrad-Stationen:
www.revierrad.de
www.nextbike.de

Bahnhöfe (Auswahl)

Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Bottrop, Recklinghausen, Dortmund, Bochum, Essen


© 2018 - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. (ADFC)

ADFC-ReisenPLUS

Routeninformationen

700 Kilometer radtouristisches
Netz

Informationen

Ruhr Tourismus GmbH
Centroallee 261
46047 Oberhausen
Tel. +49 1805 181630
(0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz, mobil max. 0,42 €/MIn.)
www.route-industriekultur.de
www.ruhr-tourismus.de

Weitere Internetadressen

www.ruhrtalradweg.de
www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de