Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. (ADFC)

Hauptsache bequem: Bekleidung für Radreisen

Hauptsache bequem: Bekleidung für Radreisen. © ADFC/ Kathrin Schmidt

Kleidung für die Radtour

Für eine Radtour braucht man nicht unbedingt spezielle Bekleidung. Es reicht, wenn sie die Bewegung nicht einschränken und an den Nähten nicht scheuert. Warum Funktionsbekleidung trotzdem sinnvoll ist, erfahren Sie hier.

Wer auf eine längere Radreise geht, sollte neben der Fitness auch die passende Kleidung prüfen. Kleinigkeiten, die anfangs kaum auffallen, können den Genuss am Radfahren auf Dauer stören. Grundsätzlich gilt: In der Bekleidung soll man sich wohlfühlen, sie darf nicht einengen oder scheuern.

Das Zwiebelprinzip

Während der Tour darf die Kleidung nicht zu warm oder zu kalt sein. Lässt sie zu viel Wind durch, kühlt ein erhitzter Körper schnell aus. Radfahrende kleiden sich daher am besten nach dem Zwiebelprinzip. Statt einer dicken Schicht, regulieren sie das Körperklima mit Shirt, Pullover und Jacke – je nach Temperatur mit mehr oder weniger Kleidung. An heißen Tagen sollte eine Kopfbedeckung dabei sein.

Funktionskleidung aus synthetischen Fasern bietet beim Fahrradfahren einige Vorteile: In der Regel transportiert sie die Feuchtigkeit schnell vom Körper weg nach außen. Dadurch trägt sie sich angenehm auf der Haut und kühlt der Körper im Fahrtwind nicht aus.

Funktionsshirts trocknen nach dem Waschen sehr schnell. Das ist praktisch und reduziert das Gepäck. Je weniger Gepäck die Packtaschen belastet, desto entspannter fährt es sich. Lieber häufiger waschen und weniger mitnehmen, ist ein Grundsatz, den man auf Radreisen beherzigen sollte. Wer den sportlichen Look von Funktionskleidung nicht mag: Immer mehr Kollektionen lassen sich von Alltagsbekleidung kaum noch unterscheiden.

Jacken und Handschuhe

Besondere Vorteile bieten Jacken, die atmungsaktiv und gleichzeitig wind- und wasserdicht sind – eine winddichte Jacke ist auf langen Touren unerlässlich. Günstiges regendichtes Material wie gummibeschichtetes Nylon behindert dagegen die natürliche Atmung des Körpers, der darunter schnell ins Schwitzen gerät.

Jacken, Westen und auch Shirts sollten hinten länger geschnitten sein, damit sie auch bei vorgebeugter Haltung noch den kompletten Rücken abdecken. Aber auch natürliche Fasern wie Merinowolle haben ihre Vorteile: Sie sind leicht und tragen sich angenehm.

Winddichte, gepolsterte Handschuhe dürfen vor allem im Frühjahr und im Herbst nicht fehlen. Normale Fahrradhandschuhe kann man die übrige Zeit tragen. Sie dämpfen Stöße, die der Lenker vom Untergrund weitergibt, und verbessern den Griff beim Lenken und Bremsen. Bei einem Sturz schützen sie die schmerzempfindlichen Handballen.

Hosen und Schuhe

Hosen dürfen die Bewegung nicht einschränken und sollten bequem sein. Mit einem Reißverschluss über oder unter den Knien lassen sich lange Hosen schnell zur Shorts oder ¾-Hosen umwandeln. Gepolsterte Radhosen bieten auf langen Touren extra Sitzkomfort, es gibt sie auch als Hosen zum Unterziehen.

Wichtig sind feste, aber leichte Schuhe mit stabilen Sohlen, über die sich der Pedaldruck auf den ganzen Fuß verteilt. Radschuhe mit Klicksystemen übertragen die Kraft besser auf die Pedale und sorgen für einen runderen Tritt. Wer Klicksysteme noch nicht genutzt hat, sollte frühzeitig mit dem Üben beginnen, damit das Ein- und Ausklicken sicher funktioniert und auch im Ernstfall klappt.

alle Themen anzeigen

Werde ADFC-Mitglied!

Unterstütze den ADFC und die Rad-Lobby, werde Mitglied und nutze exklusive Vorteile!

  • exklusive deutschlandweite Pannenhilfe
  • exklusives Mitgliedermagazin als E-Paper
  • Rechtsschutzversicherung
  • Vorteile bei vielen Kooperationspartnern
  • und vieles mehr

Dein Mitgliedsbeitrag macht den ADFC stark!

Zum Beitrittsformular

Verwandte Themen

Aufnahme des Crivit-Pedelecs auf freier Fläche.

Gesehen und Gefahren: Lohnt sich das? Ein Lidl-Rad unter der Lupe

Elektrofahrräder sind oft sehr teuer, die Versuchung, ein günstiges Modell zu kaufen, groß. Wir haben ein Elektrorad von…

Eine Frau und ein Mann fahren bei Dunkelheit in der Stadt mit dem Rad.

Beleuchtung und Bekleidung im Winter

Wie schlecht sie bei Dunkelheit ohne Licht gesehen werden, unterschätzen viele Radfahrende. Es gilt: Sehen und gesehen…

Der Sattel ist ein entscheidender Kontaktpunkt zwischen Mensch und Fahrrad.

Den passenden Fahrradsattel finden

Nach längeren Touren bemerken Radfahrende oft unangenehm ihr Hinterteil. Auch der Genitalbereich kann sich taub…

Aufnahme eines Reifens frontal, Fahrrad verschwommen im Hintergrund.

Die Reifen-Prüfung

Fast 1.000 Kilometer sind geschafft, das Rad aus dem Baumarkt hat seinen ersten Winter überstanden. Nicht ganz ohne…

 Fahrrad-Probefahrt ohne Risiko

Fahrrad-Probefahrt ohne Risiko

Wer bei einer Fahrrad-Probefahrt einen Schaden am Fahrrad verursacht, haftet in der Regel nicht. Wer aber sich oder…

Regenbekleidung wird mit Gartenbrause getestet

Kleidung für den Herbst auf dem Rad

Auch bei feuchtem und kühlem Wetter ist das Radfahren problemlos möglich, wenn man sich richtig kleidet. Der ADFC gibt…

Kauf und erste Eindrücke

Dort, wo sich Schlagbohrmaschinen und Sanitärausstattung tummeln, gibt es auch Fahrräder zu kaufen. Der Kauf im Baumarkt…

Freistelleraufnahme des grauen Konrad Cross ATB

gesehen+gefahren: Hightech aus Höxter

Konrad ist eine noch junge Fahrradmarke, die zur Reitz Group gehört – einem weltweit agierenden Hersteller von…

kolektif Berlin

Gesehen und Gefahren: Frühlingsgefühle

Die Uhrzeitumstellung ist überstanden und zumindest wettermäßig brechen nun bessere Zeiten an. Auch Fahrradmessen finden…

https://www.adfc.de/artikel/kleidung-fuer-die-radtour

Bleiben Sie in Kontakt