EUROBIKE 2021

Stand auf der Eurobike 2021. © EUROBIKE Friedrichshafen

Gesehen und Gefahren: Die Rückkehr der Fahrradmessen

 

Nach einem turbulenten Jahr 2020 ohne Fahrradmessen fand 2021 wieder die Eurobike statt. Zwar in geringerem Umfang, doch mit reichlich Neuerungen. Dazu startete die IAA den Versuch, die Fahrradbranche für sich zu begeistern.

 

Die Eurobike als Sparversion: Anstatt wie sonst üblich mit neuen Aussteller- und Besucherrekorden zu glänzen, war man in diesem Jahr bereits froh, überhaupt eine Messe vor Ort in Friedrichshafen veranstalten zu können.

Dass deutlich weniger Firmen ihre Produkte präsentierten als üblich, hatte mehrere Gründe und trübte die gute Stimmung aber keineswegs. Die Pandemie machte es besonders für Hersteller außerhalb Europas schwierig, der Eurobike beizuwohnen.

Auch der organisatorische Aufwand mit der Aussicht, dass die Messe im letzen Augenblick aufgrund sich verschärfender Pandemielage doch wieder abgesagt werden könnte, hat sicher viele veranlasst, sich den Auftritt zu sparen. Zudem stellten einige Hersteller auch auf der direkt im Anschluss stattfindenden Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) aus, die zum ersten Mal die Fahrradbranche umgarnte.

Gute Stimmung

Obwohl in Friedrichshafen weniger gezeigt wurde als üblich, herrschte eine gute Stimmung, in die sich auch etwas Wehmut und Vorfreude mischten: Nach 30 Jahren in Friedrichshafen zieht die Eurobike im kommenden Jahr nach Frankfurt am Main um. Die nächste Eurobike findet vom 13. bis 17. Juli 2022 in Frankfurt am Main statt.

Auch wenn die Hallen nicht so prall wie sonst gefüllt waren, gab es dennoch einige bemerkenswerte Fahrradmodelle zu bewundern und vor allem viel Zubehör zu sehen.

 

 

IAA: Leere Hallen, liebloser Auftritt

Die IAA fand in diesem Jahr zum ersten Mal in München statt. Sie wollte keine reine Automesse mehr sein, sondern nannte sich Mobilitätsmesse und formulierte den Anspruch, die Mobilität der Zukunft zu zeigen. Dazu gehörte auch das Fahrrad, dem zwei Messehallen sowie ein Außenbereich auf der Messe selbst und einer in der Innenstadt gewidmet wurden.

Wirklich gelungen war der Auftritt nicht – die Fahrradhallen und Außenbereiche wurden eher spärlich besucht, und einige Details sorgten für Kopfschütteln: Zum Beispiel bestand der Untergrund des Ausprobier-Parcours auf der Messe zu einem großen Teil aus Schotter, was das Ausprobieren von Rädern mit Straßenbereifung erschwerte. Die an den Fahrradbereich angrenzende Halle war dem Motorsport und Autotuning gewidmet – das war im besten Fall schlecht durchdacht, im schlimmsten ein Zeichen der Geringschätzung.

Den Verdacht, dass die IAA das Fahrrad nur als ökologisches Feigenblatt betrachtet, konnte mit diesem Auftritt jedenfalls nicht entkräftet werden. Wie ernst es die Messe mit der Integration des Fahrrades meint, und ob die Fahrradbranche mitzieht, wird sich in zwei Jahren bei der nächsten IAA zeigen. Proteste gegen die autodominierte Verkehrspolitik wie in diesem Jahr (Bericht hier) sind dann hoffentlich nicht mehr in dieser Form nötig - vorausgesetzt, die kommende neue Regierung kriegt beim Verkehr die Kurve.

Ausstellungs-Highlights

Das Wichtigste an Fahrradmessen sind aber natürlich die Neuheiten. Einige Highlights stellen wir hier vor. In der Radwelt 4.2021, die Anfang Dezember erscheint, werden weitere Neuheiten zu sehen sein.

Coboc: Stylishes Multitalent

Einst mit minimalistischen Elektrorädern bekannt geworden, hat Coboc nach und nach seine Modellpalette erweitert. Das Bristol ist ein vollausgestattetes Elektrorad für den Stadteinsatz, das mit seiner Formensprache dennoch eindeutig zur Coboc-Familie gehört.

Ausgerüstet ist das Rad mit zwei Gepäckträgern, die mit dem Racktime Snap-it-System kompatibel sind. Entsprechendes Zubehör wie Körbe oder Kisten lassen sich so einfach einklicken. Schutzbleche, Scheibenbremsen, Beleuchtung und breite Reifen komplettieren die stadttaugliche Ausstattung.

Der Hinterradmotor wird von einem 380-Wattstunden-Akku im Unterrohr gespeist. Trotz der Vollausstattung soll das Rad unter 19 Kilogramm wiegen. Das Rad ist mit Diamant- oder Trapezrahmen in jeweils drei Größen für 4.299 Euro erhältlich.

Infos auf www.coboc.biz.

Eine junge Frau fährt auf einem Longtail mit Kind als Passagier, das in einem wetterfesten Aufbau sitzt.
Neues Zubehör für Tern-Cargobikes soll den Komfort für Kinder und Haustiere erhöhen. © Paul Masukowitz Photography

Tern: Neues Zubehör für kompakte Lastenräder

Der Falt- und Kompaktradspezialist Tern bietet neues modular aufgebautes Zubehör für den Kinder- und Haustiertransport an. Dies kann mit den kompakten Lastenrad-Modellen HSD und GSD kombiniert werden.

Das Clubhouse Fort Mini ist für den Kindertransport gedacht. Auf dem langen Heck kann ein Kindersitz montiert werden, entweder für ein großes oder ein kleines Kind. Ergänzt werden kann der Sitz durch die Storm Box Mini und das Storm Shield Mini - beides zusammen ergibt eine wetterfeste Fahrgastkabine für Kinder (siehe Foto).

Ähnlich aufgebaut ist auch das Doghouse Mini. Für den Frontgepäckträger gibt es zudem die wasserdichte, bis 45 Liter fassende Gepäcktasche Weather Top Bag. Die Preise für die einzelnen Module liegen zwischen 74,95 Euro und 219,95 Euro. Alle Infos zum Zubehör gibt es bei Tern.

 

Brennabor: Neuer Schwung mit und ohne Elektro

Eine bewegte Firmengeschichte verbirgt sich hinter dem Namen Brennabor. Schon Ende des 19. Jahrhunderts produzierte die Firma in Brandenburg an der Havel Fahrräder, später auch Motorräder und Autos.

Das Großhandelsunternehmen Hartje hat sich des klangvollen Namens angenommen und an den Firmensitz in Hoya umziehen lassen. Seit Anfang 2021 bietet Brennabor 17 Elektrorad-Modelle an. Für 2022 wird das Angebot nun deutlich erweitert: 44 Modelle mit und ohne Elektroantrieb sind angekündigt.

Alle Modelle sollen sich durch ihr gutes Preis-Leistungsverhältnis auszeichnen. Die Elektrorad-Palette teilt sich in die Linien Retro, Trekking und SUV auf, die unmotorisierten Modelle in Retro, Trekking und City. Die Preise für die Elektroräder starten bei 2.499 Euro, für die Fahrräder ohne Motor bei 449 Euro.

Weitere Infos zur 2022er-Palette demnächst auf https://brennabor.bike/

 

Busch + Müller kriegt die Kurve

Kurvenfahren in dunkler Umgebung erfordert viel Vorsicht, denn herkömmliche Scheinwerfer leuchten dabei leider zum größten Teil Bereiche aus, die nicht in der Fahrlinie liegen.

Der Meinerzhagener Hersteller Busch + Müller hat ein Kurvenlicht für Elektrofahrräder entwickelt. Der Kurvenlicht-Assistent Leval wird zwischen die Lampenhalterung an der Gabelkrone oder am Lenker und den Scheinwerfer montiert. Ein Gyroskop mit Stellmotor richtet den Scheinwerferkegel so aus, dass Kurven gut ausgeleuchtet werden. Die Hell-Dunkel-Grenze bleibt dabei stets auf gleicher Höhe.

Das Gerät muss lediglich montiert und der Scheinwerfer wie üblich ausgerichtet werden; weitere Einstellarbeiten sollen nicht nötig sein.

Da das Gerät für die Stellmotoren mehr Energie benötigt, als ein Nabendynamo liefern kann, kann Leval nur an Elektrofahrrädern montiert werden. Dort bedient es sich am großen Akku. Der Preis für Leval liegt bei 99,90 Euro. Erhältlich ab Anfang 2022. 

Weitere Infos auf der Seite von Busch+Müller.

Motor, Akku, Display und Smartphone zeigen das Smart System von Bosch.
Das neue Smart System von Bosch treibt die Vernetzung der einzelnen Antriebskomponenten voran. © Bosch

Bosch: System wird smarter

Boschs Performance Line CX-Motor kommt 2022 in einer vollvernetzten Version. Im Zentrum steht dabei die eBike Flow-App, mit der System-Updates für den Motor aufgespielt und Aktivitäten aufgezeichnet werden können. Dazu können die einzelnen Fahrmodi auf die eigenen Wünsche abgestimmt werden. Sämtliche Funktionen sind per App steuerbar.

Zum System gehören ein 750 Wattstunden-Akku, das Kiox-Display, die Lenker-Fernbedienung und ein kompaktes Ladegerät. Das Display lässt sich flexibel montieren und zeigt viele Infos zur verbleibenden Reichweite, Fitnessdaten und mehr an. Man kann den Motor aber auch ohne Display nur mit der Fernbedienung steuern. Es zeigt zudem den Ladestand des Akkus an.

Der große Akku mit 750 Wattstunden soll eine große Reichweite bieten und ist zur Integration in den Rahmen gedacht.

Für die Zukunft sind weitere Funktionen wie ein Diebstahlschutz geplant. Die Komponenten des Smart Systems sind nicht mit anderen Bosch-Antrieben kompatibel. Alle Infos zum System gibt es bei Bosch.

 

Sigma: Klassiker im neuen Gewand und (viel) mehr

 

Mit dem Programm für 2022 geht Sigma in die Vollen: Sowohl die Basis-Fahrradcomputer als auch die GPS-Computer haben eine Überarbeitung erfahren. Auch beim Licht gibt es neues.

Preisgünstig und zuverlässig, diesen Ruf haben sich die Fahrradcomputer der Topline-Reihe über viele Jahre erworben. Nun sind die Fahrradcomputer überarbeitet worden und laufen fortan unter dem Namen Originals. Sie funktionieren allesamt per Funk, haben gegenüber ihren Vorgängern ein größeres Display und bieten je nach Modell 5 bis 14 Funktionen. Sie sollen im Frühjahr 2022 in den Handel kommen.

Neu sind auch die GPS-Computer Rox 2.0, 4.0 und 11.1 Evo. Bereits die einfachste Version 2.0 (69,95 Euro) bietet eine Navigation, die per Pfeil die Fahrtrichtung anzeigt, wenn der Computer mit dem Smartphone und der komoot-App gekoppelt wird. Ebenfalls möglich ist die Kopplung mit verschiedenen Elektromotoren, um sich die gewählte Unterstützung, Ladestand des Akkus und mehr anzeigen lassen zu können.

Der Rox 4.0 (89,95 Euro) lässt sich zudem mit Herzfrequenz-Gurt und Trittfrequenz-Sensor verbinden und bietet eine Höhenmessung. Das Topmodell der Serie 11.1 Evo (169,95 Euro) bietet mehr als 150 Funktionen und soll damit ein hervorragender Begleiter für datenhungrige Radfahrende sein. Die Ride-App hilft bei allen Modellen bei der Datenauswertung. Die Rox-Computer sind bereits im Handel erhältlich.

Innovativ kommt das Beleuchtungs-Set Aura 100 und Blaze Link daher. Der Akku-Scheinwerfer soll bis zu 100 Lux und 110 Meter Leuchtweite bieten. Die vier Leucht-Modi lassen sich per Hand einstellen, oder man überlässt es der Automatik, die das Licht automatisch einschaltet und in der Stärke den Bedingungen anpasst. Auch das Rücklicht bietet eine Einschaltautomatik und dazu eine Bremslicht-Funktion. Beide Leuchten lassen sich miteinander koppeln und so gleichzeitig bequem von der Frontleuchte aus einschalten. Auch der Ladestand beider Leuchten lässt sich an der Frontlampe ablesen. Das Set soll ab Dezember für 99,90 Euro erhältlich sein.

Alle Infos bei Sigma Sport.

Bergamont backt

 

Die neue Interpretation des Bäckerfahrrad-Konzepts durch Bergamont wirkt ausgesprochen solide: Mächtige Rahmenrohre werden ähnlich wie ein Mixte-Rahmen von zwei vom hinteren Ausfallenden bis zum Steuerrohr reichenden Streben umschlossen. Das maximale Systemgewicht wird mit 180 Kilogramm angegeben, davon können 42 Kilogramm auf den Trägern transportiert werden.

Angetrieben wird das Rad von einem Bosch Performance-CX-Motor mit einem Akku mit 625 Wattstunden Kapazität. Damit können auch voll beladen viele Kilometer gefahren werden. Die solide Shimano-Fünfgang-Nabenschaltung wurde speziell für Elektrofahrräder konzipiert und verspricht eine lange Lebensdauer. Ein Zweibeinständer sorgt für sicheren Stand. Die Elite-Version des Rads mit Riemenantrieb ist für 4.699 Euro erhältlich, die einfacher ausgestatte Version Expert für 3.999 Euro.

Info: www.bergamont.com

Schotterdämpfer

 

Gravelbikes sind Rennräder, die sich auch für unbefestigten Untergrund eignen und damit den Einsatzbereich deutlich erweitern. Die junge Gattung hat sich zu einem der größten Trends in der Fahrradwelt gemausert. Für Gravelbikes, die vor allem abseits der Straße auch auf ruppigem Untergrund bewegt werden, gibt es spezielle Federgabeln. Sie bieten dort mehr Komfort und Sicherheit. 

Rock Shox schickt das Modell Rudy XPLR ins Rennen. Die Federung hat wahlweise 30 oder 40 Millimeter Federweg, ist luftgefedert und hydraulisch gedämpft, die Lockout-Funktion blockiert bei Bedarf. Zudem können verschiedene Schutzbleche direkt montiert werden. Sie ist für 869 Euro erhältlich.

Auch Suntour will den Trend nicht verpassen und bietet für Gravelbikes das Modell GVX mit wahlweise 40, 50 oder 60 Millimetern Federweg an, ebenfalls luftgefedert und hydraulisch gedämpft und mit Lockout. Ein kurzes Schutzblech gehört zur Gabel dazu. Knapp 500 Euro kostet die Suntour-Federgabel.

Wer nachrüsten möchte, muss darauf achten, ob die Gabeln durch ihre Einbauhöhe und den veränderten Nachlauf nicht womöglich die Fahreigenschaften deutlich verändern. Das erinnert an den Federungstrend bei Mountainbikes, der in den 1990er-Jahren startete. Auch dort waren häufig die Starr- nicht einfach durch Federgabeln ersetzbar, ohne dass sich die Fahreigenschaften veränderten.

Wer zu dieser Zeit bereits mit Mountainbikes unterwegs war, wird sich durch den Gravel-Trend ohnehin stark an diese Zeit erinnern: Viele Gravelbikes werden durch die immer breiteren Reifen und nun auch durch Federgabeln den frühen Mountainbikes immer ähnlicher. Da werden Erinnerungen wach an die Mountainbike-Legende John Tomac, der zweitweise an seinem Mountainbike auch einen Rennradlenker montiert hatte...

Shimano: 12-fach-Gruppen mit Funk

 

Die neuen Versionen der Top-Komponentgruppe Dura Ace sowie die Ultegra-Gruppe bekommen zwölffach-Ritzelpakete und funkgesteuerte Schaltwerke sowie Umwerfer. Mit Energie versorgt werden sie von einem zentralen Akku, die Schalt-Bremshebel-Kombinationen werden von Knopfzellen betrieben.

Die Schaltungen sind also nicht  völlig drahtlos, wie es bei dem anderen großen Komponentenhersteller, Sram, und dessen Funkschaltung eTap der Fall ist. Der Vorteil soll in der zuverlässigeren Energieversorgung bestehen, und Nutzer*innen müssen sich nicht um den Ladestand mehrere Akkus kümmern. Dafür ist die Montage etwas aufwändiger.

Funktionale Unterschiede zwischen Dura Ace und Ultegra sind kaum vorhanden, da sie auf derselben Konstruktion beruhen. Die Dura Ace ist jedoch leichter. Die Schaltgeschwindigkeit soll sich gegenüber den Vorgängerversionen deutlich erhöht haben. Der erste Fahreindruck bestätigt das. Zwischen Betätigung der Schalttaster und Gangwechsel vergehen nur Sekundenbruchteile. Für Hobby-Rennradfahrer*innen ist das vielleicht nur ein nettes Detail, das Technikbegeisterten Freude macht, je sportlicher jedoch die Gangart ist, desto mehr wird es zu einem echten Vorteil.

Vor allem für Sportler*innen ist auch die Option interesant, die Ultegra-Gruppe mit einem Powermeter auszurüsten.

Über eine Smartphone-App lassen sich zudem Einstellungen vornehmen. So lässt sich die Belegung der Schalttasten individuell programmieren, die Geschwindigkeit beim Schalten mehrerer Gänge auf einmal einstellen und mehr.

Weitere Infos zu den neuen Shimano-Rennrad-Komponetengruppen: https://bike.shimano.com/de-DE/components/road.html

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 200.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Wo finde ich die nächste ADFC-Vertretung in meiner Nähe und wie kann ich mitmachen?

    Mit dem ADFC-Bundesverband, den Landesverbänden und den Kreisverbänden in mehr als 450 Städten und Ortschaften in ganz Deutschland finden Sie mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe die passende Ansprechperson. Um die 400 Ortsgruppen und Ortsverbände sind darüber hinaus für den ADFC aktiv.

    Einen besonderen Dienst leisten die vielen ehrenamtlich Engagierten im ADFC: Sie organisieren Radtouren, kommen mit Politikern ins Gespräch und tragen mit unzähligen Aktionen dazu bei, dass die Bedingungen für Rad fahrende Menschen zunehmend besser werden.

    Sie möchten erst später Mitglied werden, aber sich schon jetzt für das Radfahren engagieren? Hier bekommen Sie die Infos dazu, wie das im ADFC möglich ist.

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht.

    Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben. Die Beleuchtung kann batteriebetrieben sein und muss tagsüber nicht mitgeführt werden. Sie muss aber dann einsatzbereit sein, wenn die Sichtverhältnisse Licht erforderlich machen. Für den Straßenverkehr zugelassen ist Beleuchtung nur mit dem Prüfzeichen des Kraftfahrtbundesamts (eine Wellenlinie, Großbuchstabe K und fünfstellige Zahl). Damit Radfahrende auch seitlich gesehen werden, sind Reflektoren in den Speichen oder Reflexstreifen an Reifen oder Felge vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO vorgeschrieben sind. Ausführlichere Informationen finden Sie hier.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.

    Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, indem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer*innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

    Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmenden gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrende auf Straßen und Radwegen unterwegs. Weitere Tipps, wie Sie zu Ihrer und der Sicherheit anderer beitragen, finden Sie hier.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Schutzstreifen und Radfahrstreifen? Und was ist ein Radweg?

    Die Infrastruktur für das Fahrrad ist nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden. Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher mit dem Auto befahren werden. Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubtem Parken schützen.

    Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Mehr zur Infrastruktur für den Radverkehr erfahren Sie hier.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes. Mehr Informationen bekommen Sie hier.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können. Mehr Informationen zu den Bewertungskriterien unserer Radtouren erhalten Sie im Menüpunkt Auf Tour.

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  • Wo bekomme ich Radkarten?

    Mit fast 3 Mio. verkauften Exemplaren gehören die ADFC-Radtourenkarten weltweit zu den Bestsellern unter den Fahrradkarten. Sie haben einen praktischen Maßstab (1:150.000) und sind mit Hilfe von versierten ADFC-Scouts entstanden, die die Bedürfnisse von Radreisenden verstehen und die Strecken buchstäblich erfahren haben. Die 27 ADFC-Radtourenkarten für Deutschland haben wir durch besonders spannende und beliebte Radregionen wie den Gardasee oder Mallorca ergänzt. Außerdem finden Sie eine Vielzahl von ADFC-Regionalkarten (Maßstab 1:75.000) im Buchhandel, in vielen ADFC-Infoläden und direkt beim Bielefelder Verlag BVA (Tel.: 0521/59 55 40, E-Mail: bestellung@bva-bielefeld.de) oder bequem auf www.fahrrad-buecher-karten.de.

  • Wo finde ich vom ADFC empfohlene Musterkaufverträge für Fahrräder?

    Ganz gleich, für welches Fahrrad Sie sich entscheiden: Ein schriftlicher Kaufvertrag kann vor dem Hintergrund eventueller Reklamationsansprüche oder sonstiger Gewährleistungsfragen hilfreich sein. Das gilt umso mehr, wenn Sie sich für ein Gebrauchtrad entscheiden sollten. Deshalb haben wir hier eine Vorlage für einen Musterkaufvertrag für Gebrauchträder zusammengestellt, die Ihnen helfen kann, böse Überraschungen zu vermeiden.

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