Pop-up-Radfahrstreifen in Berlin-Kreuzberg im Frühjahr 2020.

Pop-up-Radfahrstreifen in Berlin-Kreuzberg im Frühjahr 2020. © ADFC/S.Tosic

So werden Verwaltungen agiler und handlungsfähiger

 

Felix Weisbrich, Leiter des Straßen- und Grünflächenamts in Friedrichshain-Kreuzberg, setzt sich mit agilen Arbeitsansätzen und einer schnelleren Handlungsfähigkeit für die Verkehrswende im Bezirk ein. Hier erklärt er die Methode und gibt Tipps.

 

Felix Weisbrich ist seit 2019 Leiter des Straßen- und Grünflächenamts in Friedrichshain-Kreuzberg und setzt sich mit agilen Arbeitsansätzen und einer schnelleren Handlungsfähigkeit für die Verkehrswende im Bezirk ein. Schlüssel für ein erfolg­reiches Gelingen war zu Beginn ausreichend Personal, um als Leitung für neue Vorhaben zu werben, die Mitarbeitenden zu motivieren und ein taktisches und agiles Vorhaben umzusetzen.

Wie werden Infrastrukturmaßnahmen in Friedrichshain-Kreuzberg priorisiert und wie werden Entscheidungen zu Projekten getroffen?

Wir richten uns zum einen nach dem bezirklichen Radverkehrsplan, zum anderen sprechen wir uns mit der landeseigenen Gesellschaft InfraVelo ab. Darüber hinaus richten wir uns bei den Priorisierungen auch an der aktuellen Situation aus. Wenn wir zum Beispiel freie Kapazitäten haben, wird das nächste Projekt gemeinsam im Team entschieden.

Dabei stellen wir uns immer folgende Fragen: Welches Projekt ist wo am sinnvollsten? Wo leidet die Verkehrssicherheit am meisten? Geben aktuelle Vorkommnisse wie Unfälle eine Richtung vor? Agiles Arbeiten heißt Prioritätenlisten nicht einfach stur abzuarbeiten, sondern immer auch zu überprüfen, ob die gesetzten Prioritäten in der Realität noch Bestand haben.

Wir haben in den letzten Jahren die Vorgehensweise, wie wir miteinander arbeiten, stark verändert. Motivation, agiles Handeln, Führungskompetenzen und Führungskultur, aber auch Ressourcen und Personal spielen nun ausschlaggebende Rollen.

Mit mehr Ressourcen haben wir den Grundstein gelegt, Projekte angehen zu können. Mit klaren Ansagen, wie agiles Arbeiten gehen kann, haben wir viele mitnehmen können – die jungen, eher unerfahrenen, aber motivierten Mitarbeiter*innen und auch die alten Erfahrenen, die viele Prozesse aus dem Effeff kannten.

Durch die Zusammenarbeit haben wir es geschafft, innovative Projekte anzugehen – auch mit Kolleg*innen, die selbst nicht unbedingt Fahrrad fahren und in der Verkehrsausrichtung eher konservativ sind. Sie konnten sich inhaltlich ebenfalls begeistern und waren hochmotiviert – auch weil in den anderen Bereichen und nicht nur im Bereich Radverkehr und Mobilitätswende die Arbeit getan wurde. Es ist enorm wichtig, nicht nur einseitig zu denken und das gleichzeitige interdisziplinäre Arbeiten zwischen den Teams „Mobilitätswende“ und „Planen und Bauen“ zu stärken.

Aktuell fehlt es uns an Personal in der Straßenverkehrsbehörde, um Projekte zügig anordnen zu können, denn notwendig sind nicht nur Planer*innen, sondern auch (Verwaltungs-)Jurist*innen, Techniker*innen oder Mitarbeiter*innen in der Bauleitung.

 

Pop-up-Bikelane in Berlin
Pop-up-Bikelane in Berlin © Peter Broytmann

Setzen Sie auf externes Know-how bei der Durchführung von Projekten?

Um Projekte umsetzen zu können, müssen die Ressourcen zwangsläufig auch von außen kommen, da unsere Kapazitäten – trotz der Aufstockung – zu gering sind. Verwaltungen sind meist schon am Limit damit, die kommunale Pflichtaufgabe der Verkehrssicherung zu bewältigen und sollen dann parallel dazu auch noch die Transformation des Verkehrs anstoßen.

Aber nicht nur in den Verwaltungen fehlen die Kapazitäten, wir haben auch zu wenig Tiefbaufirmen mit verfügbaren Kapazitäten und auch für die Bauüberwachung und Firmenanleitung fehlt ausreichend Personal.

Projekte werden bei uns so oft wie möglich intern betreut. Die Transformation des Verkehrs wird uns noch jahrzehntelang beschäftigen und dafür benötigen wir das Wissen und die Kompetenz in den Verwaltungen – das muss aber auch gezielt aufgebaut werden.

Werden Projekte extern vergeben, lässt sich das Know-how nicht aufbauen, und es entsteht keine „Ownership“ am Projekt. Damit meine ich, dass sich unsere Planer:innen und Teams dann nicht so stark mit ihren Projekten identifizieren, wenn diese extern und nicht im internen Team verankert sind.

Dennoch läuft es beim aktuellen Personalmangel auf eine Mischung zwischen externen und internen Ressourcen hinaus. Dabei sollte man aber immer darauf achten, dass das Wissen in der Verwaltung vorhanden ist. Die Arbeit in der Verwaltung wird gerade durch Mitgestaltungsmöglichkeiten attraktiver, wenn Mitarbeitende sich mit den Projekten identifizieren, ihr Wissen erweitern und hier ihre Ideen einbringen können, tut das nicht nur den Projekten gut, es macht auch die Personalgewinnung einfacher.

Budgets für Fortbildungen und Schulungen sind daher wichtig, auch wenn sie bei uns aktuell leider fehlen. Deshalb haben wir entschieden, dass wir unser Preisgeld für den Deutschen Fahrradpreis 2021 für eine Exkursion nach Utrecht mit Mitarbeitenden einsetzen werden, um mehr über die dortigen Konzepte und Ansätze zu lernen.

Was sind Hürden in der Verwaltung für taktische Maßnahmen und agiles Arbeiten?

Verwaltung funktioniert nach dem Grundsatz der Fehlerfreiheit und Verlässlichkeit, nur um dann im Ergebnis häufig weder das eine noch das andere besonders gut zu erfüllen. Darüber hinaus führen dabei ewige Rückversicherungen zu überlangen Planungsprozessen.

Taktische Vorgehen hingegen beschreiben situative Entscheidungen, die scheinbar weniger verlässlich sind, weil die Arbeitsschritte zeitlich überlappend laufen und im Laufe des Prozesses sogar angepasst und überarbeitet werden. Das heißt, im Laufe eines agilen Prozesses sind wir vielleicht methodisch nicht so „verlässlich“, wie bei zwingend eingehaltenen Prozessschritten, aber wir sind am Ende schneller und erfolgreicher.

Und so kommen wir unserem eigentlichen Auftrag näher, nämlich der öffentlichen Daseinsvorsorge, für die wir sichere und nachhaltig resiliente Infrastruktur zu bauen haben. Der große Vorteil bei agilen Prozessen ist also, dass wir Zustände, die dysfunktional und unsicher sind, schneller verändern können.

Der stoisch eingehaltene Grundsatz der absoluten Fehlerfreiheit würde uns zwingen, in häufig absurden Zeitläufen zu planen, nur um dann vielleicht zu erleben, dass in der Realität diese Planung trotz aller Zeitdauer nicht besonders gut funktioniert. Und solange müssten die Bürger*innen mit der dysfunktionalen und unsicheren Infrastruktur weiterleben. Das finde ich verantwortungslos. Wir sagen häufig: Erst einmal temporär testen, dann mit den gewonnenen Erkenntnissen schnell planen und umsetzten.

Der Status Quo wird oft zu wenig hinterfragt. Wer hat die Ist-Situation geplant und was sollte damit erreicht werden? Viel zu oft ist der Status Quo weit weg vom Idealzustand, dennoch er als gegeben akzeptiert. Für den Umbau gelten dann aber plötzlich andere Grundsätze – er muss perfekt sein.  Das ist in meinen Augen der falsche Ansatz: Der Umbau muss vor allem die aktuelle Situation verbessern. Heute müssen sich die meisten Verwaltungen nicht für die Ist-Situation rechtfertigen, sondern verfolgen die Haltung: „Wenn wir ein Projekt machen, dann machen wir es richtig“.

Angesichts der riesigen Herausforderungen, vor denen wir heute stehen, ist es inzwischen aber besser, wenn etwas „besser gemacht wird“, als wenn es „gar nicht gemacht wird“. Verwaltungen und die politische Führung müssen die eigene Verantwortlichkeit klar und ernsthaft anerkennen. Denn Verwaltung hat Verantwortung und die müssen wir wahrnehmen. Wo diese Einsicht fehlt, ist ein Change-Management-Prozess in den Verwaltungen notwendig. 

Es fehlt eine gelebte positive Fehlerkultur – nicht nur in den Verwaltungen in Deutschland. Die Angst davor Fehler zu machen, macht die Prozesse starr und langwierig. Wir machen Fehler, immer. Wichtig ist, aus ihnen zu lernen, sie auszuwerten und Verbesserungen anzugehen.

Wir haben aus der Wahl der Protektionselemente gelernt, wir haben auch aus der Klage zur Rechtmäßigkeit der Pop-up-Radwege gelernt. Es waren keine einfachen Lernprozesse, aber wir haben gelernt. Deshalb bin ich der Meinung: Verwaltungen müssen etwas wagen, auch kalkulierte Risiken eingehen und ausprobieren können, sonst sind sie zu langsam.

Superblock in Barcelona - auch konnten sich Bürger:innen und Zivilgesellschaft einbringen.
Superblock in Barcelona - auch konnten sich Bürger:innen und Zivilgesellschaft einbringen. © Ajuntament de Barcelona

Was bedeutet taktisches Vorgehen für die Beteiligung von Bürger*innen?

Auch Beteiligung muss heute agiler funktionieren, kürzere Prozesse haben und die Auswirkungen schneller sichtbar sein. Durch taktische Maßnahmen wie temporäre Straßenöffnungen ausschließlich für Fuß- und Radverkehr wird die Beteiligung und die teilweise Umsetzung zeitgleich durchgeführt. Gleichzeitig ist auch die Evaluation Teil des Beteiligungsprozesses.

Bei den Pop-up-Radwegen in Berlin ist das genauso gewesen. Wir haben nach der zeitlich befristeten Einrichtung Rückmeldungen gesammelt und Straßenbefragungen gemacht und konnten so Verbesserungen für die Maßnahmen erzielen.

Bei sicherheitsrelevanten Projekten hingegen steht die Sicherheit im Vordergrund, da haben nicht alle ein Mitspracherecht. Beteiligung sollte in diesen Fällen zu präzise definierten Fragen stattfinden: „Wie kann das Projekt verbessert werden?“. Es darf nicht darum gehen, ob das Projekt überhaupt durchgeführt werden soll, denn am Ende muss die Verwaltung dafür die Verantwortung übernehmen, nicht die Bürger*innen.

Die Beteiligung von Bürger*innen ist wichtig, sie darf aber nicht dazu genutzt werden, um Prozesse zu verzögern oder sich zu notwendigen Projekten nicht verhalten und nichts ändern zu müssen. In Friedrichshain-Kreuzberg werden aktuell sogenannte Realbeteiligungen durchgeführt, bei denen z. B. das Görlitzer Ufer gesperrt und erlebbar gemacht wird und vor Ort in Workshops und Befragungen Rückmeldungen eingeholt werden. Durch solche niedrigschwelligen Prozesse bei der Beteiligung können alle Nutzer*innen angesprochen werden.

Zusammengefasst, was braucht es aus Ihrer Sicht für erfolgreiche und schnelle Umsetzung von Projekten? Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie aus Ihrer Arbeit im Bezirk?

Kurz zusammengefasst wären das folgende Punkte. Erstens Politische Führung: Mit klarer Haltungen zu Prioritäten und Zielkonflikten. Zweitens Motivation. Durch gute Anleitungen und kooperative Erarbeitung von Projekten. Drittens Verantwortungsannahme. Es muss den Verwaltungen bewusst sein, dass sie Verantwortung tragen und sie müssen diese Verantwortung auch annehmen. Auch und gerade für Dinge, die nicht verändert werden, obwohl sie es dringend müssten.

Viertens Personal und Ressourcen: Die Mobilitätswende ist Handarbeit und braucht gute Leute. Fünftens Musterlösungen: Das Erarbeiten von eigenen Handreichungen und Leitfäden, die dann situativ angepasst werden, vereinfacht die Arbeit. Sechstens schrittweise Planung statt „aus einem Guss“: Wenn Elemente vorläufig angeordnet werden, lässt sich in Echtzeit beobachten, ob und wie sie funktionieren. So lassen sich Maßnahmen nachjustieren, ausweiten und verstetigen – und wir sind schneller fertig.

Unter Punkt Sieben ist mir das Stichwort Fehlerkultur wichtig: Wir müssen akzeptieren, dass der Mut schnell zu entscheiden mit der Akzeptanz einer gewissen Fehlerquote einhergeht. Wir müssen lernen, dass Perfektion, oftmals in unverantwortlicher Weise, zu lange dauert und dass wir mehr erreichen, wenn wir völlig unhaltbare und gefährliche Situationen zunächst schrittweise und spürbar verbessern, um sie anschließend zu komplettieren.

Das Interview und mehr zur erfolgreichen Umsetzung von Schnellausbaumethoden finden sich in der Broschüre „InnoRADQuick - Schnell, innovativ und gut fürs Klima: So gelingt der fahrradfreundliche Umbau“.

Sie lässt sich im blauen Servicekasten herunterladen.

Förder-Logos InnoRADQuick

Das Projekt InnoRADQuick wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz und dem Umweltbundesamt im Zuge der Verbändeförderung gefördert.

alle Themen anzeigen

Werde ADFC-Mitglied!

Unterstütze den ADFC und die Rad-Lobby, werde Mitglied und nutze exklusive Vorteile!

  • exklusive deutschlandweite Pannenhilfe
  • exklusives Mitgliedermagazin als E-Paper
  • Rechtsschutz und Haftpflichtversicherung
  • Beratung zu rechtlichen Fragen
  • Vorteile bei vielen Kooperationspartnern
  • und vieles mehr

Dein Mitgliedsbeitrag macht den ADFC stark!

Zum Beitrittsformular

Verwandte Themen

Bundeshauptversammlung Symboldbild

ADFC Bundeshauptversammlung 2016: Fahrradland Deutschland. Jetzt!

Antrag Nr. 1: Fahrradland Deutschland. Jetzt! - Politische Forderungen des ADFC zur Bundestagswahl 2017

Portrait von der ADFC-Bundesvorsitzenden Rebecca Peters vor grauem Hintergrund.

Rebecca Peters ist neue ADFC-Bundesvorsitzende

Auf der ADFC-Bundeshauptversammlung wählten die Delegierten Rebecca Peters als Bundesvorsitzende sowie ein neues…

Die Geschützte Radspur in der Holzmarktstraße in Berlin

2. Ein tragfähiger Haushalt für die Ausbau-Offensive

Grundlegende Voraussetzung für das Fahrradland Deutschland 2030 ist das bundesweite Einrichten von lückenlosen…

Pop-up-Bike-Lanes in Berlin-Kreuzberg

Corona und der (Rad)Verkehr: Leitfaden für Kommunen

Schon vor der Pandemie standen Städte unter massivem Druck: Zu wenig Platz, zu viele Staus, Lärm, steigende…

Es gibt unterschiedliche Typen von Radfahrenden

Die vier Typen von Radfahrenden als Grundlage der Radverkehrsplanung

Eine Typologie von Radfahrenden aus den USA hilft auch hierzulande dabei, eine einladende Infrastruktur für alle…

Illustration InnoRAD Pariser Radnetz

Radnetze für Paris

Das ADFC-Projekt „InnoRAD“ stellt besonders erfolgreiche Beispiele aus der internationalen Radverkehrsförderung vor. Bei…

Neue Pop-up-Bike-Lane in Paris.

Weltweit verändern Städte ihre Mobilität

Im Zuge der Pandemie denken viele Städte weltweit ihre Verkehrsstrategien neu. Rettung in der Krise verspricht das…

ADFC-Projekt InnoRADQuick Utrecht

Utrecht: In zehn Jahren zur Fahrradstadt der Superlative

In Utrecht sind täglich 125.000 Menschen per Rad in der Innenstadt unterwegs. Im größten Parkhaus der Welt am Utrechter…

Der geschützte Radfahrstreifen auf der Berliner Invalidenstraße.

Förderung kommunaler Radverkehrsinfrastruktur

Der Bund unterstützt die Kommunen beim Ausbau kommunaler Radverkehrsinfrastruktur aktuell mit Finanzhilfen aus dem…

https://www.adfc.de/artikel/interview-so-werden-verwaltungen-agiler-und-handlungsfaehiger

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 200.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.

    Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen. Lesen Sie in unserem Grundsatzprogramm mehr über die Ziele und Forderungen des ADFC – und werden Sie Mitglied in der weltweit größten Zweiradgemeinschaft.

    weiterlesen

  • Von welchen Vorteilen profitiere ich als ADFC-Mitglied?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrenden ein.

    Als ADFC-Mitglied profitieren Sie außerdem von umfangreichen Serviceleistungen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem ADFC-Magazin Radwelt Informationen zu allem, was Sie als Rad fahrenden Menschen politisch, technisch und im Alltag bewegt. Nutzen Sie als ADFC-Mitglied außerdem vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Unternehmen sowie Versicherungen und Ökostrom-Unternehmen ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied? Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular.

    weiterlesen

  • Wo finde ich die nächste ADFC-Vertretung in meiner Nähe und wie kann ich mitmachen?

    Mit dem ADFC-Bundesverband, den Landesverbänden und den Kreisverbänden in mehr als 450 Städten und Ortschaften in ganz Deutschland finden Sie mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe die passende Ansprechperson. Um die 400 Ortsgruppen und Ortsverbände sind darüber hinaus für den ADFC aktiv.

    Einen besonderen Dienst leisten die vielen ehrenamtlich Engagierten im ADFC: Sie organisieren Radtouren, kommen mit Politikern ins Gespräch und tragen mit unzähligen Aktionen dazu bei, dass die Bedingungen für Rad fahrende Menschen zunehmend besser werden.

    Sie möchten erst später Mitglied werden, aber sich schon jetzt für das Radfahren engagieren? Hier bekommen Sie die Infos dazu, wie das im ADFC möglich ist.

    weiterlesen

  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht.

    Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben. Die Beleuchtung kann batteriebetrieben sein und muss tagsüber nicht mitgeführt werden. Sie muss aber dann einsatzbereit sein, wenn die Sichtverhältnisse Licht erforderlich machen. Für den Straßenverkehr zugelassen ist Beleuchtung nur mit dem Prüfzeichen des Kraftfahrtbundesamts (eine Wellenlinie, Großbuchstabe K und fünfstellige Zahl). Damit Radfahrende auch seitlich gesehen werden, sind Reflektoren in den Speichen oder Reflexstreifen an Reifen oder Felge vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO vorgeschrieben sind. Ausführlichere Informationen finden Sie hier.

    weiterlesen

  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.

    Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, indem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer*innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

    Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmenden gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrende auf Straßen und Radwegen unterwegs. Weitere Tipps, wie Sie zu Ihrer und der Sicherheit anderer beitragen, finden Sie hier.

    weiterlesen

  • Was ist der Unterschied zwischen Schutzstreifen und Radfahrstreifen? Und was ist ein Radweg?

    Die Infrastruktur für das Fahrrad ist nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden. Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher bei Bedarf mit dem Auto befahren werden, vor allem, um Gegenverkehr auszuweichen und nur, wenn der Radverkehr nicht gefährdet wird. Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubtem Parken schützen.

    Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Mehr zur Infrastruktur für den Radverkehr erfahren Sie hier.

    weiterlesen

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes. Mehr Informationen bekommen Sie hier.

    weiterlesen

  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können. Mehr Informationen zu den Bewertungskriterien unserer Radtouren erhalten Sie im Menüpunkt Auf Tour.

    weiterlesen

  • Wo bekomme ich Radkarten?

    Mit fast 3 Mio. verkauften Exemplaren gehören die ADFC-Radtourenkarten weltweit zu den Bestsellern unter den Fahrradkarten. Sie haben einen praktischen Maßstab (1:150.000) und sind mit Hilfe von versierten ADFC-Scouts entstanden, die die Bedürfnisse von Radreisenden verstehen und die Strecken buchstäblich erfahren haben. Die 27 ADFC-Radtourenkarten für Deutschland haben wir durch besonders spannende und beliebte Radregionen wie den Gardasee oder Mallorca ergänzt. Außerdem finden Sie eine Vielzahl von ADFC-Regionalkarten (Maßstab 1:75.000) im Buchhandel, in vielen ADFC-Infoläden und direkt beim Bielefelder Verlag BVA (Tel.: 0521/59 55 40, E-Mail: bestellung@bva-bielefeld.de) oder bequem auf www.fahrrad-buecher-karten.de.

  • Wo finde ich vom ADFC empfohlene Musterkaufverträge für Fahrräder?

    Ganz gleich, für welches Fahrrad Sie sich entscheiden: Ein schriftlicher Kaufvertrag kann vor dem Hintergrund eventueller Reklamationsansprüche oder sonstiger Gewährleistungsfragen hilfreich sein. Das gilt umso mehr, wenn Sie sich für ein Gebrauchtrad entscheiden sollten. Deshalb haben wir hier eine Vorlage für einen Musterkaufvertrag für Gebrauchträder zusammengestellt, die Ihnen helfen kann, böse Überraschungen zu vermeiden.

    weiterlesen

Bleiben Sie in Kontakt