Auch schwere Lasten mit dem Fahrradanhänger transportieren

Auch schwere Lasten mit dem Fahrradanhänger transportieren © pd-f | Paul Masukowitz

Anhänger für Lasten

Sie schaffen ordentlich was weg und sind flexibler als ein Lastenrad: Lastenanhänger machen das Fahrrad zum Nutzfahrzeug.

Anhänger haben gegenüber Lastenrädern verschiedene Vor- und Nachteile. Auf der Habenseite stehen vor allem, dass sie mit vorhandenen Fahrrädern kombiniert werden können und somit günstiger als die Neuanschaffung eines Lastenrads sind. Weniger Platz benötigen sie auch.

Demgegenüber steht ein gewöhnungsbedürftiges Fahrverhalten. Anhänger rollen etwas weiter innen durch Kurven und können an Bordsteinen oder anderen Hindernissen hängen bleiben. Bei hoher Kurvengeschwindigkeit kann der Hänger ins Kippen kommen.

Schwere Gegenstände sollten möglichst tief und nach Möglichkeit über der Achse verstaut werden. So ist das Kurvenverhalten am angenehmsten. Die Ladung muss zudem gut gesichert werden, sonst rutscht sie während der Fahrt herum. Leichte Gegenstände können bei Bodenunebenheiten auch aus dem Anhänger herausgeschleudert werden.

Das Gewicht, das am äußersten Ende der Deichsel die Kupplung belastet, darf den vom Hersteller angegebenen Wert nicht überschreiten. Die Stützlast kann man messen, indem man unter das Ende der Deichsel eine Personenwaage stellt, sie mit einem Gegenstand waagerecht ausrichtet und dann das Gewicht misst.

Zusätzliche Materialbelastung

Die Nutzlast eines Anhängers liegt meist bei maximal 45 Kilogramm. Oft könnten die Anhänger mehr vertragen, aber das schwächste Glied eines Gespanns ist meist das Zugfahrrad.

Enge Grenzen werden der Beladung auch durch das zulässige Gesamtgewicht des Fahrrads gesetzt, das sich aus Fahrradgewicht, Fahrergewicht und Zuladung ergibt. Ein Beispiel: Trekkingräder haben häufig ein zulässiges Gesamtgewicht von 120 Kilogramm. Angenommen, das Rad wiegt 15 Kilogramm, der Anhänger 10 und die Person auf dem Sattel 75 – dann bleiben nur 20 Kilogramm übrig, die transportiert werden können.

Das verwendete Fahrrad sollte vom Hersteller für die Verwendung mit einem Anhänger freigegeben sein. Kommt es zu einem Bruch oder Riss, kann man keinen Ersatz erwarten, wenn der Hersteller das Rad nicht für diesen Zweck freigegeben hat.

Kupplung und Deichsel

Zweispurige Anhänger werden mit einer Deichsel am Fahrrad befestigt. Um den Hänger schnell ab- und andocken zu können, sind Kupplungen am linken Ausfallende des Fahrrads angebracht. Das funktioniert in fast allen Fällen sowohl mit Schnellspannachsen als auch mit Vollachsen.

Manchmal sieht man auch Anhänger mit einer an der Sattelstütze befestigten Kupplung. Das hat Nachteile für das Fahrverhalten und ist daher nicht zu empfehlen. Wer einen Hänger mit verschiedenen Fahrrädern nutzen will, kann die Kupplungen als Zubehörteil zu bekommen.

Einspurige Anhänger werden an beiden Seiten des Hinterbaus befestigt. Manchmal sind die Modelle nur mit Schnellspannachsen kompatibel.

Nicht an allen Fahrrädern sind die Kupplungen ohne weiteres zu montieren. Das Fahrrad sollte beim Anhängerkauf also am besten dabei sein, um gleich ausprobieren zu können, ob die Kupplung auch passt.

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